Zyxels Endkunden-Router sprechen weder TR-064 noch SNMP. Betroffen sind die Reihen AX/DX/EX/PX, VMG/EMG/PMG und die Mobilfunkgeräte LTE/NR/FWA. Wer so eine Box als Gateway hat, bekam von der Router-Anbindung bisher nichts: keine Namen aus der DHCP-Tabelle, keine Geräte aus anderen VLANs, keine MAC für ein Gerät, das der Scan nur über eine Antwort kennt.
Sie sprechen stattdessen eine eigene JSON-Schnittstelle. Der neue Provider liest darüber die Client-Tabelle des Routers, inklusive der Angabe, ob eine Adresse eine gewöhnliche Lease ist, eine feste Reservierung, oder vom Gerät selbst gesetzt. Das ist nach UniFi die zweite Marke, die an echter Hardware nachgemessen ist statt nur gegen dokumentierte API-Formen: eine FWA505 mit Firmware V1.60. Die übrige Familie spricht dieselbe Schnittstelle, ist von uns aber nicht angefasst worden. Das gehört dazugesagt.
Eine Sitzung, und was passiert, wenn man sie nicht zurückgibt
Diese Boxen führen genau eine Admin-Sitzung. Wer sie belegt und nicht wieder freigibt, nimmt dem Besitzer das eigene Router-Menü weg, bis der Untätigkeits-Timer abläuft.
Beim Bauen sind wir da zweimal hineingelaufen. Der Abmelde-Aufruf funktioniert nur als POST. Als GET antwortet er freundlich mit „erfolgreich" und lässt die Sitzung stehen. Und unsere Anfragen brachen nach zwei Sekunden ab, während die Kiste bei etwa jedem fünften Login länger braucht, um überhaupt die Verbindung anzunehmen. Der Abbruch verhinderte nicht, dass die Sitzung entstand. Wir sahen nur ihren Schlüssel nie und konnten sie nicht mehr schließen. Beides ist behoben, gemessen über zwölf Runden hintereinander.
Der Test sagt jetzt, was los ist
Damit hängt die zweite Änderung zusammen. Wenn ein Router keine weitere Anmeldung zulässt, meldete der Einstellungs-Dialog „keine Geräteliste — Zugangsdaten prüfen". In dieser Lage war daran jedes Wort falsch. Die Box hatte geantwortet, das Passwort stimmte, und der Nutzer wurde auf die Suche nach einem Fehler geschickt, den es nicht gab.
Der Test fragt den Provider jetzt nach dem Grund, bevor er urteilt, und kennt einen neuen Zustand dafür: Router besetzt, in der Weboberfläche abmelden. In allen sieben Sprachen, auf Desktop, Server und Handy. Der Anlass war Zyxel. Betroffen war die Logik für alle Marken, deren Erkennung ohne Anmeldung auskommt.
KI-Erkennung zeigt, dass sie läuft
Die KI-Identifikation prüft das Gerät erst selbst ab und fragt dann das Modell. Das dauert ein paar Sekunden. In dieser Zeit zeichnet die App die Geräte-Schublade bei jedem Scan-Ereignis neu, und die Fortschrittsanzeige verschwand dabei mitsamt dem gesperrten Knopf. Es sah aus wie ein Klick, der nichts tut. Also klickte man erneut und bezahlte das Modell zweimal.
Die Anzeige überlebt das Neuzeichnen jetzt, ein zweiter Klick während eines laufenden Aufrufs wird ignoriert, und die Zeile steht dort, wo auch die Antwort erscheint.
Auf dem Handy gibt es außerdem einen Knopf, der die Weboberfläche eines Geräts öffnet, wenn ein Web-Port offen ist. Dieselbe Adressregel wie auf dem Desktop, damit beide nicht an verschiedene Stellen schicken.