Um ein Netzwerk unter Windows zu scannen, fängst du am besten mit dem an, was schon dabei ist: arp -a listet IP und MAC jedes Geräts auf, mit dem dein PC kürzlich Kontakt hatte, und Get-NetNeighbor in PowerShell macht dasselbe mit mehr Details. Beides ist sofort da und kostenlos. Keins von beiden sagt dir, was diese Geräte sind. Für Namen, Hersteller, offene Ports und einen Sicherheitsüberblick brauchst du einen echten Scanner.
Was Windows dir schon liefert
Öffne ein Terminal und führe arp -a aus. Du bekommst eine Tabelle aus IP-Adressen und den dazugehörigen MAC-Adressen der Hosts in deinem ARP-Cache. Das ist die schnellstmögliche Antwort auf „Was ist gerade in meinem Netzwerk?", aber es zeigt nur Geräte, mit denen dein Rechner kürzlich Datenverkehr ausgetauscht hat — die stillen fehlen also.
PowerShell geht einen Schritt weiter:
Get-NetNeighbor -AddressFamily IPv4 | Where-Object State -ne "Unreachable"
Damit Geräte auftauchen, pingst du zuerst das ganze Subnetz an, damit sich der ARP-Cache füllt:
1..254 | ForEach-Object { Test-Connection -Count 1 -TimeoutSeconds 1 "192.168.1.$_" -ErrorAction SilentlyContinue }
Die dritte kostenlose Option ist dein Router. Melde dich auf seiner Admin-Seite an (meist 192.168.1.1) und öffne die DHCP-Client- oder Geräteliste. Der Router sieht alles, was einen Lease angefragt hat, auch Geräte, die dein PC nie kontaktiert hat. Der Haken: Router-Listen sind oft veraltet und beschriften alles mit dem Hostnamen oder einer nackten MAC, sodass eine smarte Steckdose und eine Überwachungskamera identisch aussehen.
Aus einer MAC-Adresse einen echten Gerätenamen machen
Ein roher Scan liefert dir Zahlen. Die Identifikation ist die Arbeit, aus a4:cf:12:... eine „TP-Link-Steckdose" zu machen. Die ersten drei Bytes einer MAC sind der OUI, ein von der IEEE vergebener Herstellercode, den du im öffentlichen OUI-Register nachschlagen kannst. Namen entstehen aus einer Mischung von Reverse DNS, mDNS/Bonjour und NetBIOS-Abfragen. Das selbst zusammenzubauen ist fummelig — genau das automatisieren spezialisierte Scanner.
Kostenlose GUI-Scanner und wo sie aufhören
Advanced IP Scanner, Angry IP Scanner und SoftPerfect sind unter Windows die üblichen kostenlosen Kandidaten, und für einen schnellen Durchlauf reichen sie. Wo sie meist aufhören, ist die Tiefe. Die meisten liefern IP, MAC, Hostname und einen Hersteller-Tipp und lassen dich dann damit stehen. Sie bewerten nicht, welche offenen Ports riskant sind, sie melden kein Gerät, das noch über Telnet antwortet oder RDP offenlegt, und sie schauen nach dem Scan nicht weiter zu. Wenn dir das zu wenig geworden ist, zeigt die Übersicht zur Advanced-IP-Scanner-Alternative, was ein tiefer gehendes Werkzeug ergänzt.
Live-Bandbreite pro Gerät braucht Npcap
Eins solltest du wissen, bevor du zu viel erwartest: Zu messen, wie viel Bandbreite jedes Gerät in Echtzeit verbraucht, erfordert Paketmitschnitt, und unter Windows heißt das, dass der Npcap-Treiber installiert sein muss. Kein Capture-Treiber, kein Live-Durchsatz pro Gerät. Jeder Scanner, der Bandbreite ohne ihn verspricht, schätzt, statt zu messen. DeviceShelf bietet beim ersten Start genau aus diesem Grund an, Npcap zu installieren, und funktioniert auch ohne — für alles außer Live-Traffic-Graphen.
Wo DeviceShelf unter Windows hineinpasst
DeviceShelf läuft als native Windows-App und erledigt Identifikation, Port-Aufzählung und Sicherheitsbewertung in einem Durchgang. Es findet jedes Gerät, löst Hersteller und Hostname auf, schätzt Betriebssystem und Gerätetyp, listet offene Ports und Dienste und erstellt einen priorisierten Bericht, der offengelegte Dienste, Risiken durch Standard-Zugangsdaten und CVE-Hinweise markiert. Es überwacht nach dem ersten Scan weiter, sodass ein neu hinzukommendes Gerät einen Alarm auslöst, statt unbemerkt zu bleiben. Wenn du einen Vergleich Funktion für Funktion mit den kostenlosen Tools willst, deckt die Vergleichsseite das ehrlich ab.
Es ist local-first: kein Konto, keine Telemetrie, die Lizenzprüfung läuft offline. Es gibt eine kostenlose 7-Tage-Testphase ohne Konto, wenn du es gegen dein eigenes Netzwerk laufen lassen willst, bevor du dich entscheidest. Eine Lizenz kostet einmalig 59 €, kein Abo.
Die Kurzfassung
Fang mit arp -a und deiner Router-Seite an, um zu sehen, was da ist. Wechsle zu einem GUI-Scanner, wenn du Namen und Ports ohne Tipparbeit willst. Greif zu einem Monitoring-Tool, wenn Identifikationstiefe, ein Sicherheitsüberblick und Alarme bei neuen Geräten wichtiger sind als eine einmalige Liste. Und denk daran, dass Live-Bandbreite unter Windows immer Npcap darunter braucht.